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Sehr geehrter Herr Bobe, sehr geehrte Mitglieder, Danke für Ihre Anfrage. Ich werde Ihnen meine ehrliche Meinung sagen. Zu 1: ja Zu 2: ja Zu 3: ja Zu 4: Wenn der Bebauungsplan durch ist, nicht nötig! Aber: Als Ihr Verein gegründet wurde, war es die Initiative der Mitglieder, die das Ganze in Schwung gebracht, mit leben gefüllt und instandgehalten hat. Der Bürger erwartet heute auf höchstem Niveau Leistungen, die andere erbringen sollen und Sie stehen da mit einem Katalog von Ansprüchen, was die Kommune alles für Sie tun soll. Wenn Sie nicht den Kopf vollkommen in den Sand gesteckt haben, wissen Sie, wie die finanzielle Situation der Stadt und der öffentlichen Hand aussieht. Die Kommune ist pleite und damit handlungsunfähig. 120 Mio. Schulden, 15 Mio. Neuverschuldung, 5 Mio. Zinsen jedes Jahr. Schuldenkaiser Honsdorf hat mit seiner desolaten Finanzpolitik alle Handlungsmöglichkeiten verspielt. Statt die Ortsteile zu fördern, deren Gewerbetreibende letztlich die Einnahmen der Stadt erwirtschaften, hat unser jetziger Schuldenbürgermeister Renommierprojekte für seine Sponsoren und Parteifreunde im Kurbereich gefördert. Überhaupt werden im Bereich Staatsbad jedes Jahr ca. 4 Mio. Defizit gemacht, für Flickschusterei! Millionen versickern leider im Klüngel, im Fehlmanagement und für Berater. Wie es in einem halben Jahr aussehen wird, wenn klarer ist, wie viel an Einnahmen aus der Gewerbesteuer weggebrochen ist, können Sie sich vielleicht vorstellen. 2. Die wesentlichen Probleme sind bis nach der Wahl verschoben, aber die Schuldenuhr tickt weiter. Wer als Politiker in dieser Lage von Neu- und Ausbauten von Sportanlagen spricht, ist entweder ein Dummkopf oder ein Betrüger. Ich muss bei den freiwilligen Leitungen 30% kürzen, um die Schulden abbauen zu können. Nach Analyse von Mitgliederzahlen, Auslastung und Zustand müssen auch Sportstätten reduziert werden. In München, der beliebtesten Stadt Deutschlands teilen sich 3 und 4 Vereine eine Sportanlage und die Wege für die Eltern ihrer Kinder dort hin zu bringen sind sehr weit. Die schuldenfreie Vorzeigestadt Langenfeld nimmt von Ihren Sportlern im Winter eine Hallennutzungsgebühr! Vergessen sie nicht, dass ich auch bei den Politikern sparen will: Mehrfach habe ich beantragt den Rat zu verkleinern, zweimal haba ich beantragt die Verdienstausfallgelder für Stadträte von 40,.- Euro auf 25,- Euro pro Stunde zu reduzieren. Eiserne Sparmaßnahmen sind erforderlich für die Zukunftssicherung unserer Stadt. Aus dem Bauch heraus und ohne belastbare Zahlen würde ich Biemsen/Ahmsen (zu nah an der Autobahn) und Waldstr. (zu geringe Auslastung) auf den Prüfstand stellen. Fusionen und Eigeninitiative ist zu fördern, die Parole muss sein „Sparen“ bzw. „Selbst ist der Mann“. Das bedeutet, Rückbesinnung auf die Tugenden, die unsere Vereine vor hundert Jahren oder nach dem letzten Krieg ins Leben gerufen haben. - Das gleiche gilt für Friedhöfe und für die Feuerwehr. Man kann nicht für einen Freidhof mit einer Beerdigung im Jahr eine Kapelle und eine Leichenhalle nach neuestem Stand unterhalten. Die Beerdigungsriten haben sich geändert. Vor allem müssen heute Maßnahmen getroffen werden die erst in 25 Jahren greifen und dazu ist die derzeitige Politik nicht fähig. Die dezentrale Struktur unserer Gemeinde hat uns mit 10 Sportplätzen, 11 Friedhöfen und 9 Feuerwehren eine schwere Last aufgebürdet und natürlich will keiner verzichten. Mit freundlichen Gruß, Biermann Friedrich-Wilhelm Biermann Freier Ratsherr Beetstr. 52, 32105 Bad Salzuflen T.: 05222/10976 e-mail: elchladen@web.de
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