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Ein Verein am Abgrund ? Hier die Antworten der Bürgermeisterkandidaten
Sehr geehrter Herr Vorsitzender Bobe, nach Rücksprache mit meinen politischen Freunden aus Holzhausen kann ich Ihnen Ihre Fragen kurz beantworten: Der Bebauungsplan soll weiter verfolgt werden. Ferner soll die Mehrzweckhalle erhalten bleiben, und zwar ausdrücklich als Mehrzweckhalle. Nach Umsetzung dieser Maßnahmen wäre ein Vergleich mit einem Anlieger nicht mehr erforderlich. So viel zum augenblicklichen Stand des Verfahrens, soweit es mir bekannt ist. Lieber Kollege und Sportfreund Heinz-Udo, als Vorsitzender des benachbarten und befreundeten TuS „Rot-Weiß“ e.V. Grastrup-Retzen darf ich Dir versichern, dass ich seit Jahren mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch verfolge, was Euch da angetan wird. Die Situation ist aber noch schlimmer, als sie sich für Euch darstellt, denn wie ich erfahren musste, gibt es weitere Anlagen, die nicht genehmigt sind, so dass auch dort Ungemach drohen könnte, beispielsweise bei uns. Unsere Anlage ist zwar im Flächennutzungsplan enthalten, befindet sich aber im Außenbereich. So dass keine Entwicklung möglich sein soll. Die Politik muss also schnellstens dafür sorgen, dass den Sportanlagen im Stadtgebiet Erhaltungs- und Entwicklungsmöglichkeiten eröffnet werden. Dass Euer Verein Priorität hat, ergibt sich schon von selbst angesichts Eurer jahrelangen Auseinandersetzungen. Mir ist aber darüber hinaus sehr daran gelegen, allen Vereinen Planungssicherheit zu geben, damit sie sich in ihrer verdienstvollen und ehrenamtlichen Arbeit nicht auch noch auf Nebenkriegsschauplätzen tummeln und Kapazitäten sinnlos vergeuden müssen. Ich habe nie verstehen können, wie es bei Euch zu dieser Situation kommen konnte. Der betreffende Anlieger ist mir persönlich bisher als pflichtbewusster und engagierte Mitarbeiter der Stadtverwaltung und auch als ehrenamtlich aktiver Mitbürger beispielsweise in einem Gesangverein bekannt gewesen. Dass die Auseinandersetzungen mit der TSG derart eskalieren konnten, ist mir unerklärlich. Da es aber nun ist, wie es ist, kann ich Dir versichern, dass ich als Bürgermeister Euer Problem und das der Sportstätten insgesamt zur Chefsache machen und so schnell wie möglich lösen werde. Allerdings kann ich auch nicht bestehendes Recht brechen und muss den vorliegenden Gerichtsentscheidungen entsprechen. Wenn der jetzt eingeschlagene Weg kurzfristig nicht Erfolg versprechend ist, werden wir aber einen anderen finden, der zu einem befriedigenden Ergebnis führt und Euch ein sorgenfreies „100jähriges“ beschert. Das bin ich Dir und allen TSG-Mitgliedern schon aus alter Freundschaft und als Vorsitzender des benachbarten TuS, aber auch allen anderen Vereinen in unserer Stadt schuldig. Denn wir können es uns schon gesellschaftspolitisch überhaupt nicht leisten, die wichtige, ja segensreiche Arbeit unserer Vereine zu behindern. Sterben die Vereine, stirbt die Gesellschaft, zumindest aber ein bedeutender Teil unserer Gesellschaftsstruktur. In alter Verbundenheit und mit freundlichem Gruß, Karl Dittmar CDU Bad Salzuflen Bürgermeisterkandidat Karl Dittmar Papenhauser Straße 4 32108 Bad Salzuflen Tel. 05222 21 693 Fax. 05222 92 15 09 Handy: 0171 1494404 eMail: karl.dittmar@t-online.de
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